to meta ophion
Über das Project
To meta ophion bezeichnet schon in der griechischen Mythologie die Erde als Sphäre des Tierhaften – verstanden als vorausliegende, manifeste Potenz, die dem Sozialen nicht entgegengesetzt ist, sondern ihm zugrunde liegt. Die aktuelle Serie positioniert Männlichkeit innerhalb dieses Rahmens nicht als Identität, sondern als formalen Zustand: als Einschließung, die bereits vor jeder äußeren Einschränkung wirksam ist.
Die Porträts operieren mit geschlossener Präsenz. Das Gezeigte verweigert vordergründige Lesbarkeit und entzieht sich reflexhafter Zuordnung. Das Tierhafte erscheint nicht als Ausdruck, sondern als Bedingung: als ruhende Potenz, die nicht sichtbar gemacht, sondern vorausgesetzt wird. Die kleinen Formate verdichten den Blick und suspendieren Distanz, ohne Nähe zu erzeugen.
Unterschiedliche soziale Rollen treten nebeneinander auf, ohne Hierarchisierung oder Markierung. Die Bilder liefern keine Kriterien der Unterscheidung. Gewalt erscheint nicht als Merkmal, sondern als strukturelle Möglichkeit, die sich der Sichtbarkeit entzieht.
Die der Serie zugehörigen Farbfeldkompositionen fungieren als Ordnungselemente. Sie strukturieren den Raum, unterbrechen die emotional aufgeladene Portraitabfolge, rythmisieren die Betrachtung und schaffen einen bewussten Gegenraum.











