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Über das Project

Mit unterschiedlichen Mitteln umkreist Maria Lie-Steiner unnachgiebig das eigene Sein, das Frau-Sein. Gemeint ist hier keinesfalls ein feministischer, dies- und jetztzeitiger Selbstverwirklichungsdrang, dies wäre - für die Malerei allemal und provokativ gesprochen vergleichsweise langweilig, vielmehr befinden wir uns inmitten einer sinnlichen Befragung des Seins der Frau in Geschichte und Kulturen. Wie sehr mögen wir heute noch von diesen Zuweisungen abhängen, uns selbst in solchen Rollen üben oder sie ablehnen?
Die genaueste, mitleidslose Wiedergabe einer an Brutalität grenzenden Rollenzuweisung gibt Maria Lie-Steiner den Impetus für eine eigene Reihe von Infantinnen.
Selbstbewußtsein, Macht und Eigensinn strahlen ihre Infantinnen aus. Ihre Persönlichkeit behalten sie für sich. Freiheit tut sich auf, an Stelle des Gesichts.

Sabrina Hohmann

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